Mittwoch, 2. Juli 2008

being back

So ... seit 20. Juni ca. 18:00 Uhr weile ich wieder in Österreich und nun, nach einer Phase des wieder Eingewöhnens, resümiere ich hier kurz.
Es war die richtige Entscheidung ein Auslandssemester in Malta zu machen.. es war einfach eine wunderschöne Zeit, obwohl sie auch nicht immer rosig war.
Malta ist der perfekte Ort, weil es eine kleine Insel ist und man sehr enge Beziehungen knüpft. (tbc)

In diesem Sinne: Good bye my dear blog .. we had a great time and I hope .. ähm .. ich hoffe, dass ich wieder zurück nach Malta eines Tages kommen werde....

Mittwoch, 11. Juni 2008

Update

Halli hallo!

Nach einer sehr stressigen Zeit kann ich jetzt sagen, dass ich von den Fesseln der Uni befreit bin haha (nein so schlimm war es nicht).

Da das Uni-System hier doch ein bisschen anders ist hatte ich Ende April eine Deadline für ein Forschungsprojekt, am 8. Mai die Deadline für das Monster-Assignment und am 26., 27. und 30. Mai hatte ich meine Prüfungen.

Fazit über meine Kurse (natürlich alles VOR Bekanntgabe der Noten)

- Communication, Culture and Society

In diesem Kurs haben wir ja Newspapers gelesen und das war sehr interessant, weil man in diesem Kurs extrem viel über die maltesische Gesellschaft erfahren konnte (und alles schon aufbereitet. Der Professor war zwar streng, aber hat sehr viel Rücksicht auf die Austausch-Studenten (die 2/3 der Teilnehmer ausmachten) genommen.

- Locating Global Society

Mein ABSOLUTER LIEBLINGSkurs.. er war einfach der interessanteste und der Professor (Falzon) war einfach nur genial. Er hatte zwar Notizen, die er aber sehr wenig konsultiert hat und wenn er auch nur ein einziges Wort auf Maltesisch erwähnt hat, hat er es uns sofort erklärt.

- Federalism

Dieser Kurs war .. mhm … es ist halt nicht mein Spezialgebiet. Es war sehr interessant einmal philosophische Texte zu lesen und der Professor hat das auch wirklich sehr gut gemacht und ich war halt immer "Austria" (ich sollte mich mal näher in Bezug auf manche Sachen über Österreich informieren *hüstel * ) aber ich hab kein so gutes Gefühl bei der Prüfung. Da bekommt man ja die Fragen vorher und arbeitet sie dann aus und versucht das dann auch aufs Papier zu bringen und wenn dann auch nur die Frage ein ganz klein bisschen geändert wird, bricht halt dann das Chaos (im Kopf) aus.

- Sociology of Crime and Deviance

Zu anfangs habe ich ja geschrieben, dass ich die Professorin nicht mag… jetzt kann ich schreiben, dass sie doch nicht so schlimm ist. Sie ist zwar noch immer sehr judgmental, aber sie benutzt das, damit die Studenten auch einmal denken. Sie hatte zwar noch ihre Folien, die wir abschreiben mussten, aber die Prüfung war dann im Endeffekt doch nicht so schwer (ich weiß die Note ja noch nicht ;) )

- Culture and Society

Prüfung sieht so aus: er teilt alle Kapitel, die er referiert in 4 Blöcke und man lernt einen Block wobei dann bei der Prüfung pro Block irgendeine Frage ist. Der Professor war auch sehr nett, aber er hat es einfach sehr monoton vorgetragen und Scherze machte er leider nur auf Maltesisch.

Allgemein kann ich sagen, dass mir die Lehrveranstaltungen gut gefallen haben, aber es ist halt doch etwas anderes als in Wien. Der Kulturfokus war sehr interessant – mal zur Abwechslung.

Die maltesischen Studenten sind dann mit der Zeit aufgetaut und ich hoffe, dass ich Kontakt zu mindestens ein paar halten kann, wie zB Chris, der mir sehr viel geholfen hat oder Ruth, Bianca, William und Maria.. Wenn man sie näher kennt, dann können sie auch ganz lieb sein ;) .

Was sich sonst so tut:

Ich gebe hiermit offiziell das Datum meiner Rückreise an: es ist der *trommelwirbel * 20. Juni 2008 und ich komme am Abend an.

Da sich aber sehr viel ändern wird in meinem Leben: bitte anrufen und mit mir fortgehen .. ich bekomme sonst den Koller, wenn ich nicht mehr unter vielen Menschen bin.

Paceville wird mittlerweile aber auch schon langweilig .. alles gesehen .. alle Skandale vor allem (wie zB ein Boykott der Austauschstudenten einer Bar aufgrund ihrer rassistischen Politik)

Und es gibt eine drastische Veränderung in der Wohnsituation:

Nachdem Italien (Irene) ausgezogen ist und Russland (Madina) eingezogen ist, lief es einige Zeit gut. Aber Korea (Daisy) war einfach viel zu anstrengend (man will doch gerne in der Nacht schlafen und nicht durch DVD guckende Menschen um 4am geweckt werden, weil man den ganzen Tag geschlafen hat) und sie ist dann Mitte Mai ausgezogen. Dann hat Italien (Elenia) mit Irene eine Wohnung in Swieqi gefunden und ist Ende Mai ausgezogen. Russland hat hier auch ihren stay beendet und ist am 2. Juni ausgezogen. Somit wäre Klein-Martina alleine in der großen Wohnung mit all den Ameisen und Kakerlaken geblieben. Was macht sie? Sie holt sich Antoine in das andere Zimmer. Er ist jünger, aus Frankreich und hat eine maltesische Freundin. Und ich habe jetzt ein Einzelzimmer (wahrscheinlich bis zum Ende) zum gleichen Preis.

Samstag, 10. Mai 2008

Lebenszeichen

Hallo an meine treue (aber stumme) Leserschaft!
Nach langem habe ich mal wieder Zeit mich zu melden.
Folgende Events sind passiert:
- Bad Taste Party: diese Party stand im Zeichen des schlechten Geschmacks .. furchtbare Klamotten, Haare,.. auch das Essen und Trinken war grenzwertig .. und dann sind wir mit unserem Gewand nach Paceville gegangen .. OJA .. furchtbar!!!

- Abschiede von Maria (heul), Matilda, Fredrik, Alberto (unser prince) und Alice (AHHHH!!! nicht dran denken)
also das war wirklich richtig hart .. sie haben hier nur ein Praktikum im Krankenhaus von 3 Monaten gemacht und deshalb sind sie schon früher gefahren .. aber wir werden sie vermissen, weil wir ja mit ihnen alles erlebt haben ..

- mein Geburtstag *hüstel*
also sie haben für mich eine Torte gemacht (a la Maltese: Kuchenboden, dann Marmelade und Erdbeeren und Bananen und gaaaaaaaanz viel Schokoguss), dann habe ich ein Buch bekommen und eine Rosenquarz-Kette und ganz viele liebe Worte .. war ein richtig netter und ruhiger Abend

- Comino
jaaaa .. Comino ist toll .. ist ein einziger Fels mit einem m2 Strand und sonst nichts .. aber die Blue Lagoon ist der Hammer

- Besuch der Eltern
ja auch die haben mich besucht .. haben eine Bootsfahrt gemacht ...


kommende Events:


jetzt muss ich nur noch 3 Prüfungen überstehen und dann bin ich endlich fertig mit allem .. und als nächstes darf ich Sandi auf der kleinen, verrückten Insel begrüßen!

und eine Beachparty am 16.Mai: meine und Babsis Geburtstagfeier ;)

Song Contest

und Österreich gegen Malta .. JAAAAAAAAA!!!!

Hoffe bei euch ist das Wetter besser .. wir haben eine Schlechtwetterfront :(

Sonntag, 13. April 2008

eine drastische veränderung

die Verfasserin dieses Blogs muss traurigerweise bekannt geben, dass sie komplett im Stress ist!!!!
Die Uni hat zugeschlagen und sie liest, schreibt, denkt parallel für alle Sachen im Akkord

Auszüge:
Präsentation am Dienstag
Seminararbeit (6000 Worte) bis 8. Mai über Bio-Produkte (Tipps sind erwünscht)
3 Prüfungen hintereinander
ein Prof will davor aber schon wiederholen

AAAAHHH
also für eine etwas längere Zeit ist hier mal Pause!
Emails werden aber beantwortet ;)

Donnerstag, 3. April 2008

NEIN..

ich bin keine Malteserin .. ein für alle mal .. wenn mich noch mal jemand auf maltesisch anspricht oder mich für eine Malteserin hält, schreie ich!!!!!!!!
ich kann doch die sprache nicht :( bis auf

mella (wortfüller mit vielen bedeutungen)
issa (jetzt)
le (nein)
iva (ja)
bonju (guten morgen)
grazzi (danke)
hafna (viel zb vielen dank)
per esempiu (zum beispiel)

etc....

4.15 Easter Procession in Zebbug (Sebuuuutsch)

Ostern ist in einem kleinen katholischen Land wie Malta eine große Sache, und so hat jede noch so kleine Stadt eine eigene Osterprozession. Eine kleine Gruppe von Finnen, Schweden, Österreichern, Italienern, Belgiern und Deutschen hat sich also entschlossen am Karfreitag (good friday) nach Zebbug zu reisen. Natürlich kamen wir viel zu früh an (sind um 11:30 losgefahren) und es war kein Lokal oder ähnliches offen, nur ein Band Club. Wir haben also bis 4 Uhr gewartet, erfahren, dass die Stühle €1 kosten, aber sie leider schon ausverkauft sind. Aber im nachhinein waren wir sehr froh – es war SEHR kalt!!!

Die Osterprozession ist in dieser Stadt wirklich sehenswert. Zunächst einmal umrunden Jesus und seine Anhänger den Platz (Jesus auf einem Esel)

ich finde, dass er ein bisschen unter Drogen steht oder?

und flüchten dann in die Kirche. Dann kommt ein gesamtes römisches Heer (sogar auf Pferden, die ein bisschen bockig waren)

Braves Pferdi!!!

und folgt Jesus in die Kirche, um ihn dann herauszuholen. Dann kommen die gleichen Darsteller (und man erfährt endlich wer sie sind – so zum Beispiel nehmen Cäsar, David,

Noah, Abraham, Ester etc auch daran teil) noch einmal und werden begleitet von diesen schweren Holzgebilden. Man braucht 10 Männer um sie zu tragen und 4 Männer, die Stützen tragen, damit die Männer eine Pause machen können. Auf diesen Holzkonstruktionen sieht man die wichtigsten Stationen auf diesem Kreuzweg.

Es ist einfach nur wunderschön zu beobachten, wie alle sehr ernst bleiben (wir haben die kleinen Kinder nicht zu einem kurzen Lachen überreden können) und sehr andächtig sind – und sie haben gefroren

, vor allem die Mädels mit ihren kurzen Kleidchen. Aber eines war sehr faszinierend: wie die meisten wissen bin ich ja nicht sehr religiös (und die anderen sind es auf keinen Fall auch), aber Belgien und Österreich wussten am meisten über den Kreuzweg und alles mögliche Bescheid. Wie sehr man doch religiös sein kann.

und @ Mama: wegen dir kann ich am Karfreitag kein Fleisch essen!!!


ursprünglich vom 22.3.2008, bearbeitet am 3.4.2008

Mittwoch, 26. März 2008

4.10. Mdina

Und wiedermal ein Bericht über einen Ausflug: Mdina.

Am 8. März ging es in die alte Hauptstadt von Malta (mit dem Bus 65), die auf einem Hügel liegt und von Stadtmauern umgeben ist.

Meine Eindrücke: wir sind einfach nur durchgewandert, aber schon am 1. Gebäude, das wir fotografieren wollten hieß es Stop von der Polizei – keine Fotos wegen … richtig geraten: der WAHL! Dann haben wir uns die Kirche von außen angeschaut (wollten nicht rein), weil wir wollten zu Fontanella, die die besten Kuchen haben sollen. Das Lokal haben wir dann auch gefunden und von dort hat man einen wunderschönen Blick über die Landschaft … einfach herrlich. Und dann die Kuchen .. grottenschlechter Service, billig und eine riesige Auswahl. Leider hat es zu regnen begonnen, deshalb sind wir heimgefahren ..

Hier wieder ein paar Impressionen von der Stadt:

Fontanella Torten

Maria, die auf die bedeutsame Wichtigkeit dieses Türknaufes hinweist (wie sie in ihrem Reiseführer gelesen hat):

Dienstag, 25. März 2008

BESUCHE

endlich darf ich die ersten Besuche verkünden, über die ich mich sehr freue

Sandi:
17. Mai bis 20. Mai 2008

Eva und Babsi:
5.Juni bis 12. Juni 2008


YEESSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS!!!!!!!!!!!

Samstag, 22. März 2008

5.1. Meine Woche

Ich bin ja hier in Malta nicht auf Urlaub oder als Touristin, nein ich habe hier ja auch ein Leben und somit möchte ich kur beschreiben, wie so eine Woche abläuft:

Montag:

Es wird erst einmal ausgeschlafen und ich lege mich so ca. um 11 Uhr (bei Schönwetter) an den Pool. Um 13:15 gehe ich mit Felicitas zur Uni und ich gehe dann um 16 Uhr wieder nach Hause. Am Montag machen wir nie recht viel am Abend, außer vielleicht eine DVD.

Dienstag:

Da gehe ich mit Felicitas um 8:15 los und habe dann von 9 bis 11 Uhr Uni, danach (meistens) Mittagspause, wo ich was für die Uni mache, um dann wieder um 1 Uhr Uni zu haben. Dann komme ich total erschöpft nach Hause und raste mich gerade noch so aus, dass ich um 8:15 wieder fit bin … für SALSA. Jeden Mo, Di und Mi gibt es gratis Salsa-Stunden im Fuego und wir tanzen jeden Dienstag.

Mittwoch:

Mittwoch ist ein herrlicher Tag. Ich kann ausschlafen, wasche meine Wäsche, liege am Pool (meistens mit Felicitas), dann sage ich 2 Stunden, dass ich bald ins Internetcafe gehe, aber das Wetter ist einfach meistens zu herrlich. Mittwoch abends gehen wir dann auch noch oft Salsa tanzen.

Donnerstag:

In der Früh nimmt mich gottseidank Antoinette mit, da ich um 8 Uhr Uni habe. Danach gehe ich heim, mache meinen wöchtenlichen Einkauf im Greens und koche dann mit irgendjemand, um fit für den Abend zu sein. Jede 2. Woche ist nämlich Erasmus-Party und da wird dann vorgefeiert in einem Zimmer und es geht dann meistens ins Footloose.

Freitag:

Kein Kommentar zum Vormittag, aber um 1 Uhr habe ich Uni und da muss ich fit sein. Aber dann geht es weiter mit den Parties: preparty, dann meisten Bar Native und dann Fuego, Klozet oder Browns oder wieder heim.

Samstag:

Oft machen wir irgendwelche Ausflüge oder wenn das Wetter schön ist, liegen wir beim Pool um am Abend das gleiche zu machen wie freitags.

Sonntag:

Es schlafen alle aus, dann gehen ALLE (das gesamte Garden View) an den Pool und dann gehen wir meistens entweder Lunch (so um 3 Uhr) oder Abendessen zusammen, und danach schauen wir vielleicht auch noch in einem Zimmer einen Film.

Das ist so cirka meine Woche – also das Leben besteht zwar aus vielen Parties, aber auch sehr viel Universität und Kultur, weil ich möchte nicht wie meine Zimmerkollegen nach 8 Monaten sagen können, dass sie nichts von der Insel gesehen haben außer das Innere von den Bars in Paceville. Ich bin schon gespannt, wie sich das ändern wird, wenn noch mehr Leute abreisen (eine haben wir schon an die Heimat verloren, Juulia).

4.14 Mosta und Rabat

Am Gründonnerstag wollten wir wieder ein bisschen Kultur machen (nachdem wir den Montag an der eiskalten Golden Bay und den Dienstag beim Power-Shopping in Sliema verbracht haben) und haben deshalb Mosta und Rabat uns auserwählt.

Mosta

Mosta ist glaub ich für den Schinken berühmt, aber auch für die Kuppel (die größte in Malta) und die Kirche, die in einer Eierform gehalten ist (die Leute damals haben Eier verkauft, um diesen Dom zu erbauen. Beim Hingehen spürte man schon den Ostergeist, weil sie ein Kreuz angezündet haben.

Aber das Innere der Kirche ist einfach nur wunderschön .. in blau gehalten und sie hatten die Osterprozessionsfiguren ausgestellt .. unbeschreiblich schön ..

Rabat

Rabat ist die Stadt, die Mdina umgibt, aber auch sie hat ein paar Sehenswürdigkeiten. Auf unserem Weg zu den Agathas Catacombs bekamen wir eine Tour durch die St. Pauls Grotto, wo Saint Paul hingeflohen ist. Diese Führung war gratis und kurz!

Bei den St. Pauls Catacombs, die anscheinend – wie wir später gelesen haben – eine heilende Wirkung haben sollen, haben wir erfahren: wenn wir den Internationalen Studentenausweis NICHT mithaben, sollen wir uns die €2,33 sparen. Da wir sowieso zu Agatha wollten, taten wir das auch.

St. Agatha war eine Jungfrau, die von Sizilien nach Malta geflohen ist und gemeinsam mit St. Paul gebetet hat und dann zu Hause gefoltert wurde (ihr wurden die Brüste abgeschnitten) und schlussendlich ermordet wurde. Man bezahlt für die Katakomben €2,50 (Erwachsenenpreis) und besucht zunächst ein Museum (Geologie, Skelette dann viele Steinwaren und dann den Kopf von Jesus und andere religiöse Ausstellungsstücke, aber auch eine Allabaster-Statue von Agatha) und dann betritt man die Katakomben. Zunächst sieht man Wandgemälde, wo die Türken die Gesichter abgekratzt haben… dann guckt man in seinen Reiseführer und sieht einen wunderschönen Altar, .. ja, wenn man eine Taschenlampe mithat!! Und dann die Katakomben: das war vielleicht gruselig. Man geht wie im Hypogeum (da gibt es natürlich höhere Wände) durch die Gänge, vorbei an Salbungsstellen und Gräbern und findet so seinen Weg durch die unterirdischen Anlagen. Wirklich ein einmaliges Erlebnis!!!!

4.13 St. Patricks Day

Wie ich sicherlich schon erwähnt habe: es gibt hier ein paar (irre) Iren, die sehr viel feiern und auch sehr gerne. Und so geschah es auch am 15. März (St. Paddys Day wurde vorverlegt)!!!

Jeder schmiss sich in sein grünes Leiberl und wir gingen auf die beste Party so far in diesem Erasmus-Leben.

Ich sag nur: grünes Bier, grüner Wein, orange Zunge, "irish" Jelly, und es wurde die ganze Zeit gesungen. Ich kann die Party leider kaum beschreiben, weil sie einfach nur genial war. Die Iren sind so stolz auf ihre Nationalität – ein Hammer und es war so richtig toll, dass sich die Garden-View-Family gesammelt in grünes Gewand geschmissen hat und dann geschlossen fortgegangen ist.

Natürlich haben wir uns dann wieder nach Bar Native zersplittert – diesmal Mika, Marko, Bobby, Annika, Carla und ich wieder ins Klozet, wo so richtig noch gefeiert wurde. Und hier möchte ich anmerken: ich wurde als Frau von einem Mann angemacht und ein Schwulenclub ist glaub ich auch das einzige Lokal, wo die Männer aufs Frauenklo gehen, um sich zu "erleichtern".

4.12 Blue Grotto






Am 15. März machte sich eine kleine feine Gruppe (FOTO) auf, um einen Fixpunkt in jedem Reiseführer Maltas zu besichtigen. Es sollte der heißeste Tag in diesem Jahr laut Maltaweather.com werden, wurde es auch.

Wir begaben uns nun um 8:30 mit dem 64er nach Valletta und dann mit der Linie 38 (oder 138) zur Blue Grotto. Auf dem Weg sangen sich die Portugiesinnen schon mal ein und der Busfahrer verfuhr sich sogleich (wollte uns anscheinend bei den Hajar Qim-Tempeln absetzen), aber hat uns dann zurückgebracht (brav!!).

Dann erfolge der beschwerliche Abstieg (Foto hier, Foto da,…) zur Blue Grotto.

Da die Fischerbooterlführer leider nicht Studentenrabatt akzpetierten, haben wir €7 gezahlt (Achtung an die Besucher: ich bring euch hin, werd aber an Land warten) und dann ging es los – zu neunt in einem Boot. Wir sind durch 7 (?) Höhlen gefahren und haben eine relativ gute Beschreibung von dem Bootmann bekommen zB warum es lila ist, warum die Hand weiß im Wasser ist, warum die Honeymoon-Höhle so heißt etc. und wir sind also um 11 Uhr mitten am offenen Meer mit dem Boot gefahren.

Hier sind ein paar Impressionen:

Danach sind wir in einem Restaurant eingekehrt, wo wir eigentlich €7 für einmal Lampuki (maltesischer Fisch – sehr lecker gebraten, mit Pommes und Salat) und einmal Getränk bezahlen sollten, aber wir von den Portugiesinnen, die 5 Flaschen Wein getrunken haben, über den Tisch gezogen wurden (haben dann €10 bezahlt).

Dann kamen wir auf die glorreiche Idee: es ist doch so schönes Wetter, lasst uns doch alle zur Golden Bay fahren. Kann man mit dem Boot fahren? Laut Kellner ja, laut Fischer nein. Deshalb: zurück nach Valletta und dann zur Golden Bay (es gibt keinen direkten Bus) und dann waren wir wunderschöne 2 Stunden an dem schönsten Strand Maltas!! Und ich bin im Meer geschwommen!!!! JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!

Montag, 10. März 2008

4.11. International Dinner

Das Leben besteht nicht nur aus Parties alleine, auch sollte man manchmal auch essen. Die Idee stammt eigentlich von unserer Gruppe, dass wir einmal finnisches Essen probieren möchten und sie hat sich dann soweit entwickelt, dass am 9. März das 1. International Dinner stattfand. Folgende Speisen wurden zubereitet:

Borschtsch (Polen)

Fleischbällchen mit Creamsauce und mashed potatoes und onions (Schweden) – die waren sooo gut

finnische Pies (dunkles Mehl, gefüllt mit Reisporridge und Eierbutter) – gewöhnungsbedürftig, aber lecker

deutsch-österreichischer Kartoffelsalat (2x) – einmal mit Majonäse und Würschtel daneben und einmal mit Gurkerl und Würschtel – meine Beteiligung am 1. Kartoffelsalat

Pasta: mit Pesto und einmal mit Tomaten und Mozzarella – man brauchte 9 Italiener zum Kochen von Pasta ..

Tortillas aus Spanien

Thunfischsalat aus Spanien (gerüchteweise)

Hühnersuppe: leider keine Ahnung von wem die war

Palatschinken a la Finnland

Crepe a la Frankreich – leider konnte ich die nicht essen

Belgische Schokolade (gerüchteweise)

Kaiserschmarren aus Österreich – wir haben 12 Eier zu Schnee geschlagen und er war LECKER!!!!!!! – auch meine Beteiligung

und: Feuerzangenbowle aus Österreich

Es war einfach nur ein richtiges Festmahl und alle (insgesamt dann ca. 40 Personen) waren engagiert und es war einfach nur toll!!!!!


Fotos folgen

5. Erasmus-Leben

Man hört doch immer von den Klischees, dass Erasmus-Studenten dauerbesoffen sind, immer/meistens gut drauf, viel unternehmen und total offen sind. Und ich kann jedes Klischee nur bestätigen.

Wir feiern wann die Feste fallen (und sie fallen oft), das heißt Erasmus-Party ist jeden 2. Donnerstag, dann Freitag und Samstag jeweils mit Pre-Pre-Party und Pre-Party. Das sind immer besondere Abende, weil wir viel tanzen (müssen ja die Alkohol-Kalorien abtrainieren) und einfach nur Spaß haben. Aber dauerbesoffen sind wir nicht .. das sei auch mal klargestellt!

Alle sind hier gut drauf, man ist hier frei, es erwartet keiner von einem was! HERRLICH!!!

Man muss quasi ein offener Mensch sein, um Erasmus zu machen. Man kann kaum alleine in seinem Zimmer sitzen .. die anderen reißen einem raus. Und alle haben ähnliche Interessen, das ist das was sehr lustig ist.

Von den maltesischen Mitstudenten wird man auch total anders wahrgenommen. Eigentlich sind Malteser sehr reserviert, aber wenn man auf sie zugeht sind sie total nett und helfen einem. Aber ich komm in meinen Klassenraum und schon schauen alle her und fragen: Woher kommst du?

Ich sag euch .. nirgendwo anders ist man patriotistischer!!

2.3. Die Malteser und Politik

Wie ihr wahrscheinlich nicht vernommen habt: in Malta gab es Wahlen am Wochenende von 8. und 9. März 2008. Vielleicht habt ihr aber schon gehört, dass Malta neben Australien die höchste Wahlquote hat (wobei Australien verpflichtende Wahlen hat) .. sprich in Malta wählen ca. 95% aller Malteser.

Es beginnt ja schon damit, dass es keine Briefwahl gibt, das heißt es fliegen viele Malteser nach Hause (zB aus Australien oder Kanada oder Großbritannien).

Zu den Parteien (ACHTUNG: es könnte ein Gehirnknoten entstehen):

es gibt 4 Parteien (Nationalist PN- blau, Labour MLP- rot, Alternativa Demokratika AD - grün – und Azzionji Nationalista AN – lila). Die Partei, die in der Regierung war, sind die Nationalisten mit Präsident Gonzi. Die sind eigentlich im klassischen Sinne eine konservative Partei (ÖVP), aber sie haben linke Werte wie zB EU, Gleichberechtigung etc. Die Labour-Partei ist links, aber hat rechte Werte (gegen EU und Ausländer raus). Die Alternativa Demokratika versucht seit 20 Jahren ins Parlament zu kommen und steht für die grünen Werte, hat aber kein Bildungsprogramm (ich zitiere Malteser) und die AN ist einfach nur eine Partei, die zum 1. Mal antritt und von den Jägern gewählt wird .. ganz krass sollen die sein.

Die Wahlen wurden ja schon seit ich in Malta bin angepriesen, sind auch ständig an der Tagesordnung in den Vorlesungen (doofes Gesicht der Erasmus-Studenten und schon wird erklärt .. brav sind sie in der Hinsicht) und da die Wahlplakate auf Maltesisch sind, wissen wir leider nicht, um was es geht. Der Wahlkampf läuft so ab, dass man sich zu "mass meetings" trifft, man mit dem Auto herumfährt und (speziell im Tunnel) mit der Hupe rumhupt.

Eine Woche vor der Wahl beginnt die Unruhe .. Arbeiter legen ihre Arbeit nieder, die Malteser werden nervös ..

Dann kommt der große Tag: SAMSTAG .. auf einmal sieht man die hoteleigene Putzfrau ganz schick mit dem Sonntagsgewand und keiner ist auf der Straße .. die einzigen, die in Paceville unterwegs waren (oder großteils) sind Erasmus-Studenten gewesen *hüstel*

Dann ist Sonntag: an diesem Tag wird das Ergebnis verkündet.

Wir haben den Tipp bekommen in die Spinola Bay zu gehen und das taten wir auch .. dann hörten wir schon die Party. Man muss sich das so vorstellen: ein Autokorso nach dem anderen (vor allem auf dem Rückweg: sogar die Omas schwenken die Fahnen), junge Leute mit PN-Fahnen ( und Gonzi Tüchern ), die eine riesige Party feiern. Dann wurde das Ergebnis verkündet mit "The winner takes it all" oder irgendeinem anderen Lied und schon strömten alle aus den Pubs und Bars raus auf die Straßen, springen herum, trinken Alkohol und feiern einfach nur den Wahlsieg der NATIONALISTEN!!! Die Erasmus-Studenten sind natürlich mittendrinnen und so tanzten Österreich, Deutschland, Finnland, Schweden, Spanien, Italien, Frankreich und Malta vereint zum Gonzi-Song, der zufälligerweise von Modern Talking stammt!

Naja .. mal schauen wie es dann morgen (Montag) weitergeht – werde ich eine Vorlesung haben? Erklärung: alle Geschäfte haben zu! Grund: Wahlen! Wahrer Grund: zu besoffen.
Malta – a little world of its own!

Mittwoch, 27. Februar 2008

4.9. Golden Bay

Am Samstag, den 21. Februar, ging es zur Golden Bay, einer wunderschönen Bucht im Nord-Westen von Malta..
Wir kletterten ein bisschen herum und versuchten zu den anderen 3 Buchten zu kommen .. aber es war ein wunderschöner Sonnentag!

Mittwoch, 20. Februar 2008

4,8. Reggae-Party am 16.2. in Spinola Bay (St. Julians)

Ich bin mitgegangen und nun weiß ich, dass das überhaupt nichts ist für mich!!! Ein richtiges Loch mit Kerzen und einfach untanzbarer Musik (für mich). Aber es war lustig die anderen mal tanzen zu sehen.

4.7. Hypogeum

Unser erster richtiger kultureller Ausflug

Teilnehmer: Juulia, Maria, Marko und meine Wenigkeit

Wo? Paola

Preis: €9,30 – nachdem man vorreservieren musste

Das Hypogeum ist ein unterirdischer Tempel, der erst vor kurzem entdeckt wurde. Mittlerweile dürfen nur 10 Besucher pro Stunde die Tempelanlagen besichtigen. Man bekommt einen kurzen Film gezeigt und erfährt, dass die Tempelanlagen 5000 Jahre alt sind, die Leichen dort ua vergraben wurden .. dann geht man hinunter in den sehr kleinen Raum (Kopf einziehen Eva!!). Es sieht so aus, als ob die dort etwas hingebaut haben – aber sie haben das alles aus dem Stein geschlagen .. war einfach nur schön (obwohl es eigentlich nur Stein war)

4.6. Feuerwerk am 15.2. in Valletta

GROSS in unserem Event-Kalendar angekündigt, aber es war im Endeffekt eine Rakete – 5 Minuten warten – nächste Rakete und dann wie wir gehen wollten, gab es 1 Minute Dauergeschoss. Aber alles ist etwas anders in Malta ;)

Davor haben wir es geschafft, dass wir gratis in die St. Johns Co-Cathedral (ich glaub das war sie) gingen .. wieder ein paar fotis :D

Die Afterparty im Footloose und in Klozet (Gay-Club) war dafür besser

4.5. Valentinstag

Ja auch Erasmus-Studenten feiern Valentinstag .. mit Käse, maltesischen Wein, Schokolade etc und (viel zu) ehrlichen Gesprächen